Die grüne Seele der Zitrusbäume
Herb. Frisch. Unisex. Warum Petitgrain in feinen Düften für Klarheit sorgt – und was ihn von Orange und Neroli unterscheidet.
Petitgrain stammt vom Bitterorangenbaum – genau wie Neroli und Orangenöl. Doch während Neroli aus den weißen Blüten gewonnen wird und Orangenöl aus der Fruchtschale, wird Petitgrain aus den grünen Zweigen und Blättern destilliert. Das Ergebnis: ein Duft, der gleichzeitig herb, frisch und grün wirkt – wie ein mediterraner Morgen im Schatten der Bäume.
In der Parfümerie ist Petitgrain ein stiller Begleiter. Er bringt Struktur und Frische – ohne zu kühl, zu süß oder zu verspielt zu wirken. Genau deshalb ist er so beliebt in Unisex- und Naturdüften: Er verleiht Klarheit, Leichtigkeit und einen Hauch gepflegter Zurückhaltung.
Wirkung & Charakter
Petitgrain duftet nicht wie ein Fruchtsaft – sondern wie das, was darunter liegt: Zweige, Blätter, grünes Licht. Er erinnert an frisch geerntete Kräuter, an einen Spaziergang durch Zitrushaine nach dem Regen. Belebend, aber nicht kühl. Authentisch, aber nicht aufdringlich.
In Düften wirkt Petitgrain oft als Kopfnote oder grüne Herznote – ideal in Kombination mit Lavendel, Rosmarin, Zitrone oder Neroli.
Warum Petitgrain heute wieder gefragt ist
In einer Welt voller süßer Überladung bringt Petitgrain genau das, was wir vermissen: Klarheit. Natürlichkeit. Leichtigkeit. Er riecht nicht nach Parfum – sondern nach einem Menschen, der sich in der Natur zu Hause fühlt.


