Benzoin – Die sanfte Seele des Harzes
Warm. Vanillig. Balsamisch. Wie Benzoin Parfums umhüllt – und die Sinne sanft zur Ruhe bringt.
Benzoin – oft übersehen, selten benannt, aber unverzichtbar in der Kunst des Parfums. Es stammt aus dem Harz des Benzoebaums und wird traditionell in der südostasiatischen Welt geerntet. Sein Duft ist wie ein wohltuender Schleier: weich, cremig, warm – mit Anklängen von Vanille, Honig und Harz. In vielen Duftkompositionen ist es das ruhige Rückgrat, das alles zusammenhält.
Die Duftnote Benzoin wirkt wie ein wohliger Nachklang, ein Nachhausekommen. Sie bleibt auf der Haut wie ein sanftes Echo – nicht aufdringlich, aber spürbar präsent. In der Basis vieler ikonischer Parfums sorgt Benzoin für Tiefe, Behaglichkeit und ein langanhaltendes Finish.
Vanillige Wärme trifft auf harzige Tiefe
Oft wird Benzoin in Kombination mit Vanille, Tonkabohne, Labdanum oder Zimt eingesetzt – und entfaltet dort sein volles Potential. Besonders in orientalischen oder balsamischen Parfums zeigt es sich von seiner elegantesten Seite. Es wirkt tröstlich, einhüllend, beinahe meditativ – wie ein Moment der Stille zwischen all den lauten Düften.
Wer Benzoin trägt, trägt kein Spektakel – sondern eine innere Wärme. Es ist die Duftnote für all jene, die Präsenz ohne Lautstärke suchen. Eine sanfte Stärke, die bleibt.
💡 Profi-Tipp:
Benzoin eignet sich perfekt für Layering mit Vanille-, Leder- oder Weihrauchnoten. So entsteht eine noch intensivere, rauchig-warme Tiefe – ideal für Herbst und Winter.
*Benzoin wird durch Anritzen der Baumrinde gewonnen und zählt zu den ältesten natürlichen Duftstoffen der Welt. Es wurde bereits im alten Ägypten als Räucherwerk geschätzt.


